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Rudolf Olgiati

Erstbeitrag von Alfred Werner Maurer (Stand 03.10.2008)

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Rudolf Olgiati (* 1910 in Chur; † 1995 in Flims) war ein Schweizer Architekt.

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Leben [Bearbeiten]

Rudolf Olgiati war Sohn des Rechtsanwalts Oreste Olgiati und Bürger von Poschiavo und Chur. 1917 erwarb er die Matura an der Kantonsschule in Chur. Anschliessend studierte er an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, wo er 1934 bei Prof. J. Zemp in Kunstgeschichte abschloss. Von 1935 bis 1937 folgte ein längerer Aufenthalt in Rom. Seit 1938 war Rudolf Olgiati als Architekt tätig, zunächst in Zürich und ab 1944 in Flims, wo er bereits 1930 ein Haus aus dem Familienbesitz erworben und umgebaut hatte.

Grundzüge seines Schaffens [Bearbeiten]

Rudolf Olgiati war ein Vertreter der Neuen Sachlichkeit und einer der ersten, die Mitte der 1950er Jahre die Bedeutung und Wirksamkeit historischer Gestaltungsprinzipien für die Architektur der Moderne entdeckten. Er baute vorwiegend Einfamilienhäuser im gebirgigen Graubünden und restaurierte alte Patrizier- und Bauernhäuser, später auch Bauten in Südfrankreich und Deutschland.

Seine kubische Architektur bewegte sich dabei im Spannungsfeld zwischen lokaler Bündner Bautradition, klassischer griechischer Architektur und einer sich vor allem an Le Corbusier orientiernden Moderne. Olgiatis Bauten sind universell, zeitlos und radikal modern. Sie dokumentieren gleichermassen den Einfluss internationaler Architektur wie das Autochthone der Schweizer Architektur. Die traditionellen Elemente seiner Formensprache wollte er niemals als restaurativ verstanden wissen. Bei Olgiati sind vereint wirksam: Die Architektur, die Tradition und der Ort. Es geht um die "Schaffung" von Orten und um eine intime Beziehung zwischen Architektur und der Gesellschaft eines bestimmten Ortes – ein Bauen, das sich seiner ideologischen und formalen Bezüge bewusst ist.

Seine Arbeiten wurden 1977 von der ETH Zürich, 1986 in der Freien Akademie der Künste in Hamburg, 1986 an der Techn. Universität Berlin und 1988 an der Linzer Hochschule ausgestellt. 1981 erhält er den Kulturpreis des Kantons Graubünden. 1988 entstand ein Dokumentarfilm über Rudolf Olgiati, der überdies mit streitbaren Thesen immer wieder in die Architekturdebatte eingriff.

Werke [Bearbeiten]

Wohnbauten
Projekte

Literatur [Bearbeiten]

Personendaten
Olgiati, Rudolf
Olgiati-Schneider, Rodolfo; Olgiati, Rodolfo
schweizer. Architekt
1910
Chur
1995
Flims
Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Olgiati