Maina-Miriam Munsky

Erstautor Alfred Werner Maurer (03.10.2008)

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Maina-Miriam Munsky (* 1943 in Wolfenbüttel; † 26. Oktober 1999 in Berlin) war eine deutsche Malerin des Neuen Realismus.

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Leben [Bearbeiten]

Munsky studierte zunächst an der HBK Braunschweig und 1960–1964 an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste Berlin. Von 1964–1967 war sie an der Accademia di belli arti in Florenz eingeschrieben. Bis 1970 war sie in Berlin Meisterschülerin bei Prof. Camaro und Bachmann. Hier lernte sie auch den Graphiker und Maler Peter Sorge kennen, den sie 1970 heiratete. Maina-Miriam Munsky und Peter Sorge hatten getrennte Ateliers, aber keinen getrennten Stil. Beide waren Mitglieder der Ausstellungsgemeinschaft Großgörschen 35, einer Selbsthilfegalerie Berliner Künstler in der Hinterhof-Fabriketage in Berlin. Munsky gehörte dieser Gruppe bis 1969 an. Diese Sektion Berliner Realisten vertraten ein kritisches künstlerisches Programm beeinflusst von der Kunstbewegung der Dresdner und Berliner Veristen der zwanziger Jahre. Maina-Miriam Munsky war Mitglied des Deutschen Künstlerbundes. Sie gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Gruppe Aspekte.

Werk [Bearbeiten]

Die Werke der Munsky sind dem Kritischen Realismus zuordnen. Bevorzugte Bildthemen der Malerin sind Schwangerschaft, Entbindung, Erstversorgung, feminine Sexualität und der Prozess der Geburt. In ihren Werken wie „Emanzipation“ und „Zwillinge II“ sind klinische Räume und medizinische Apparaturen charakteristisch. Bekannt wurde die Künstlerin durch die sozialpsychologische Darstellung dieses Themenbereichs. Sie dokumentiert in exakten, emotionslosen Bildern aus dem Kreißsaal eindrucksvoll das Potential des Fotorealismus z. B. mit Ihrem 1970 entstandenen Bild „Emanzipation“, Öl auf Leinwand, Größe 190 x 200 cm.

Einzelausstellungen (Auswahl) [Bearbeiten]

1968 Galerie Großgörschen 35, Berlin; 1970 Galerie Hiepe, München; 1970 Galerie Ostentor, Dortmund; 1971/75/2002/2007 Galerie Poll, Berlin; 1972 Galerie Niedlich, Stuttgart; 1973/91 Galerie Niepel, Düsseldorf; 1976 Märkisches Museum, Witten; 1977 Städtische Galerie, Villingen-Schwenningen; 1978 Institut für moderne Kunst, Nürnberg; 1981 Neuer Berliner Kunstverein, Berlin; 1987 Galerie Bischoff, Chicago; 1992 Kulturspeicher der VHS Oldenburg.

Gruppenausstellungen (Auswahl) [Bearbeiten]

1967 Centro per stranieri, Palazzo Strozzi, Florenz; 1970-90 Deutscher Künstlerbund; 1970 Internationale Biennale für Druckgrafik, Grenchen/Schweiz; 1972 Berliner Realisten, Salzburg; 1973 "Prinzip Realismus2, Berlin, Oberhausen, München, Athen, Rom, Mailand, Belgrad, Göteborg, Oslo, Bergen; 1974 25. Salon de la jeune Peinture, Paris; 11 Berliner, Zürich, Lausanne; Realismus und realität, Darmstadt; 1977 Berlin Now, New York, Kunstpreis Junger Westen 1977, Recklinghausen; Aspekt Großstadt, Berlin, Frankfurt, München, edinburgh, London; 1978 Ugly Realism, Institute of Contemporary Art, London; 1979 Westberliner Realisten, Rostock, Moskau, Berlin; 1980 "Hommage á Goya", Hamburg, Osnabrück, München, Madrid; 1986 15 Berliner Künstler in Brasilien, Sao Paulo; 1990 40 Jahre Kunst in der BRD, Oberhausen, Berlin, Rostock; 2000 "Kinder des 20. Jahrhunderts", Galerie der Stadt Aschaffenburg; 2000/01"Der erste Schrei oder wie man in Neukölln zur Welt kommt", Heimatmuseum Neukölln, Berlin; 2005 "Großgörschen 35 - 40 PLUS I MINUS" Galerie Eva Poll, Berlin.

Munsky war bei der Berliner Galerie Eva Poll unter Vertrag.

Arbeiten in öffentlichen Sammlungen [Bearbeiten]

Museum of Moderne Art, New York; Kunstmuseum Göteburg; Kunstmuseum Düsseldorf; Berlinische Galerie Berlin; Märkisches Museum, Witten; Institut für Geschichte der Medizin, TU Dresden.

Literatur [Bearbeiten]

Personendaten
Munsky, Maina-Miriam
deutsche Malerin
1943
Wolfenbüttel
26. Oktober 1999
Berlin
Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Maina-Miriam_Munsky
 
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