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Fondation Hartung-Bergman

Erstautor Alfred Werner Maurer (Stand 03.10.2008)

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Die Fondation Hartung-Bergman ist ein kleines Museum für zeitgenössische Kunst in Antibes, Frankreich, mit ausgestellten Arbeiten des Künstlerehepaares Hans Heinrich Ernst Hartung (* 21. September 1904 in Leipzig; † 8. Dezember 1989 in Antibes, Frankreich) und Anna-Eva Bergman (* 29. Mai 1909 in Stockholm; † 24. Juli 1987 in Grasse, Frankreich).

1994, vier Jahre nach dem Tod des Meisters, wurde die Fondation Hartung-Bergman gegründet mit dem Ziel das Erbe in ihrem Sinn fortzuführen. Sitz der Fondation ist das Wohnhaus mit Ateliers des Künstlerehepaares im südfranzösischen Antibes. Es sind Gastwohnungen für junge Stipendiaten vorhanden, die vor Ort die Aspekte des Künstlerschaffens u studieren können. Im "Tresor", dem früheren Wohnraum der Villa, lagern die Graphiken des Nachlasses. Das Anwesen ist gekennzeichnet durch die sorgfältige, behutsame und qualitätvolle Renovation der Architektur und deren Werke im Sinne des Stifterehepaares.

Inhaltsverzeichnis

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Geschichte der Villa [Bearbeiten]

Nach Entbehrungen, Abenteuer und Erfolgen baute der Maler Hartung diese Villa in Südfrankreich zum Wohnen und Arbeiten. Anfang der Sechziger erwirbt Hartung mit seiner Frau dieses zwei Hektar große Areal um darauf ein Wohnhaus und zwei Ateliers zu bauen. "Es ist die schönste Stelle" *1; so beschrieb Hans Hartung einem Freund den Ort. Der Künstler zeichnete die Pläne selbst und fertigte ein Modell für sein Domizil. Er orientierte sich nach eigenen Worten an der Architektur von Menorca. "Das ideale Haus für mich ist ein weißer Würfel mit klaren Linien, wie die Häuser der spanischen Fischer auf der Insel Menorca. Die Fenster sind meine Bilder" *1 Durch sie zeichnet sich eine unbewegliche Landschaft ab, doch mit einem ständig sich wandelnden Himmel, der durch die silbernen Blätter der Olivenbäume schimmert".*1

Der Meister des Informel *2 bewohnte das von ihm geplante Haus mit seiner Ehefrau der norwegischen Malerin und Grafikerin Anna-Eva-Bergmann im Süden selbst. An ihn und seine Frau erinnert die Fondation Hartung-Bergmann, die nun das Haus unterhält. "Die Spur meiner Gestik willich auf der Leinwand hinterlassen". Hans Hartung wollte wie er ausführt: "ins Innerste der Dinge vordringen " und das Universum erschließen". Dieses künstlerische Schaffen dokumentiert die Fondation eindringlich, so z. B. mit dem fünf Meter langen Acrylbild mit dem Titel: "Energien, die das Universum beherrschen" im Atelier, welches in seinem Todesjahr 1989 entstand die Energien, die, die das Universum beherrschen. In einer anderen Ecke des Ateliers ausgestellt ein Gemälde mit wenigen farbigen "Flecken" und skizzenhaften schwarzen Striche aus dem Jahr 1936.

"Das Spiel von Sonne und Schatten, das Licht, das das weiß der geschickt geneigten Lamellen der Jalousien auf Wand und Decke reflektiert", so der Künstler, bestimmt die von ihm verwendete Spritztechnik seiner Acrylbilder und seiner Fotografien. In seinen Pariser Jahren war Hans Hartung mit den Künstlerkollegen Jean Hélion und Henri Goetz befreundet und traf Wassily Kandinsky, Joan Miró und Alexander Calder. Das Nazi-Regime verfemt 1935 seine Kunst als "entartet". " Hans Hartung`s Mission ist bestimmt durch seine Liebe zur Malerei - "In mir ist die Freude am Leben aufs Engste mit der am Malen verbunden" *1 Hans Hartung war Teilnehmer der documenta I (1955), der documenta II (1959) und der documenta III (1964) in Kassel. Er erhielt 1957 den Rubenspreis der Stadt Siegen, 1960 zeichnete die Biennale von Venedig ihn aus. Das Hessische Landesmuseum Darmstadt widmete 1984 ihm einen Ausstellungsraum für seine Werke. Seine Frau Anna-Eva Bergman ist eine der wichtigsten skandinavischen und international renommierten Vertretern der Modernen Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg und wird zur Nouvelle École de Paris gezählt. Sie malte im Stil des Abstrakten Expressionismus. Anna-Eva Bergmann hat im Jahr 1959 als Teilnehmerin der documenta II in Kassel teilgenommen.

Seine Frau Anna-Eva Bergman ist eine der wichtigsten skandinavischen und international renommierten Vertretern der Modernen Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg und wird zur Nouvelle École de Paris gezählt. Sie malte im Stil des Abstrakten Expressionismus. Anna-Eva Bergmann hat im Jahr 1959 als Teilnehmerin der documenta II in Kassel teilgenommen.

Fußnoten:

Literatur zur Architektur der Fondation [Bearbeiten]

Alfred Werner Maurer: Architekturikonen Côte d'Azur + Riviera, Philologus Verlag Basel 2007;

Literatur zu Hans Hartung [Bearbeiten]

Hans Hartung: Ausstellungskatalog (Taschenbuch) von Werner Schmalenbach (Autor), Jean Proal (Autor), Jacques Lassaigne (Autor) Taschenbuch: 36 Seiten Verlag: Erker (1963) ISBN-10: 3905543338 ISBN-13: 978-3905543339

Hans Hartung. Gesten, Flecken, Lineaturen. Arbeiten auf Papier von 1922 bis 1985 und sechs letzte Bilder (Taschenbuch) von Jörn Merkert (Autor) Taschenbuch: 96 Seiten Verlag: FAB; Auflage: 1 (1999) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3927551600 ISBN-13: 978-3927551602

Hans Hartung. Malerei, Zeichnung, Photographie (Broschiert) von Hans Hartung (Autor), Jörn. Merkert (Herausgeber) Broschiert: 272 Seiten ISBN-10: 3792502895 ISBN-13: 978-3792502891

Hans Hartung: Spontanes Kalkül (Gebundene Ausgabe) von Hans Werner Schmidt (Herausgeber), Dirk Luckow (Herausgeber) Gebundene Ausgabe: 271 Seiten Verlag: Kerber; Auflage: 1 (November 2007) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3866781148 ISBN-13: 978-3866781146 Größe und/oder Gewicht: 30,6 x 24,6 x 2,8 cm

Literatur zu Anna-Eva Bergman [Bearbeiten]

Pistes (Gebundene Ausgabe) von Anna-Eva Bergman (Autor) Gebundene Ausgabe Verlag: Fondation Hans Hartung et Anna-Eva Bergman (1. Januar 1999) Sprache: Französisch

Weblinks [Bearbeiten]

Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Fondation_Hartung-Bergman
 
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